Augen zu und durch!

Es ist mehrfach belegt und bewiesen worden, dass Checklisten und auch der beste Masterplan grundsätzlich nur wenig nutzen und in der Regel nur für noch mehr Stress und Unzufriedenheit sorgen, da sie uns meist vor Augen führen, was wir alles noch nicht geschafft und erledigt haben. Oder kannst du etwa behaupten, dass irgendwas in deinem Leben genau so gelaufen ist, wie du es geplant hattest? Darum: ein grober Plan ist ok, denn das Hilft den Überblick nicht ganz aus dem Visier zu verlieren. Verlasse dich jedoch nie auf deinen Zeitplan, deine Check- und To-Do-Listen und auch nicht auf deinen Masterplan! Viel nützlicher ist es, stets flexibel zu bleiben und sich den Gegebenheiten anzupassen. Gerade wenn du den Eindruck hast, in Arbeit und Aufgaben unter zu gehen, vergeude deine Zeit nicht mit Planen sondern leg los! Bleib nicht stehen und überlege nicht zu lange, sondern handle und nimm eine Sache nach der anderen in Angriff, ganz nach dem Motto: „Augen zu und durch“.

„Der Idiot hat mir einfach die Vorfahrt genommen!“

Es ist Dir bestimmt auch schon passiert, dass Du Dich zum Beispiel im Verkehr, im Supermarkt oder im Restaurant grausam über einen Mitmenschen genervt hast und still oder laut über die Person und ihren Charakter hergezogen bist. Hast Du dir aber auch schon Gedanken gemacht, ob die Person in dem Moment aufgrund ihrer Art/ihres Charakters so agiert/reagiert oder aufgrund der Situation und der aktuellen Lebensumstände? Es könnte ja sein, dass die Frau, die seit über zehn Minuten in der Umkleide sitzt und dich nervt, gerade eben eine schlechte Nachricht erhalten hat und von Gefühlen überwältigt in die Umkleide geflüchtet ist, um sich wieder zu fassen. Die Person mit der Vorfahrt war vielleicht in Gedanken versunken und ist sonst eine sehr rücksichtsvolle Person und der Vater an der Kasse hatte vielleicht gerade in dem Moment ausnahmsweise gegenüber seinem Sohn die Nerven verloren und sich einmal im Ton vergriffen. Könnte doch sein? Es ist nämlich wissenschaftlich erwiesen, dass wir in Bezug auf unsere Mitmenschen ein (meist) voreiliges Urteil fällen, eine Momentaufnahme zu sehr gewichten und einer Person so zu Unrecht eine negative Eigenschaft zuschreiben.