Jubiläen, Geburtstage und Co. – welche «Pflichten» hat ein/e Arbeitgeber/in?

Geschenk

In einer kleinen Abteilung oder einem Team stellt sich die Frage vielleicht gar nicht, wenn man aber Teil einer grossen Abteilung mit über 50 Mitarbeitenden ist, schon eher und das auch noch recht oft.

Mal ganz abgesehen von dem, was unter den Fringe Benefits gelistet ist in Bezug auf Jubiläen & Co., ist es grundsätzlich nicht verkehrt, wenn Vorgesetzte spezielle Ereignisse als Gelegenheit nutzen, um ihren Mitarbeitenden ein Zeichen der Wertschätzung zu schenken, wenn diese auch empfunden wird. Jedoch frage ich mich wirklich, welchen Wert eine Glückwunschkarte noch haben kann, wenn man diese beispielsweise routinemässig in einer Rundmail an die Mitarbeitende zur Unterschrift ankündigt und die Beteiligung zu einer Pflicht und eher seelenlosen Aktion für alle wird?!

Wie wertschätzend kann es empfunden werden, wenn man genau weiss, dass die kleine Aufmerksamkeit keine Besonderheit, sondern Teil der Gleichbehandlung aller ist und Kollege rechts und Kollegin links genau das selber erhalten? Wäre es nicht viel spannender und vor allem wertschätzender, etwas zu differenzieren?

Jede noch so gut gemeinte Aktion verliert ihren Wert, wenn sie zur Regel wird. Daher wäre meine Empfehlung: Weg von Standardprozedere und hin zu wirklich wohl überlegten, ehrlichen und aufrichtigen Aufmerksamkeiten oder dann einfach mal Mut zur Lücke, denn manchmal ist weniger mehr. Zudem ist wahre Wertschätzung auf fachlicher, persönlicher und menschlicher Ebene nicht auf einzelne Aktionen zu besonderen Anlässen angewiesen, sondern eine Frage der Haltung und der Kontinuität, in guten wie auch in schlechten Zeiten. 

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Danke Visilab – nein Danke Fielmann

Endlich mal wieder ein erfreuliches Einkaufserlebnis, wobei ich nicht wirklich was gekauft habe, sondern sogar kostenlos eine für mich wertvolle Dienstleistung in Anspruch nehmen durfte.

Fielmann lag näher auf meinem Weg, daher fragte ich zunächst da an, ob sie mir kurz meine Brillengläser von einer Fassung in die andere wechseln könnten. Ich habe zwei gleiche Brillen… gleiche Fassung, unterschiedliche Farben… schon fast dekadent, ich weiss… Na ja, jedenfalls habe ich bei der einten das Glas beim Spielen mit meinem Sohn heftig verkratzt und da ich die einte Brille öfters trage als die andere, lag es für mich nahe, die Gläser einfach zu tauschen, anstatt gleich neue Gläser zu kaufen (eben doch nicht so dekadent).

Bei Fielmann wurde zuerst ein Formular ausgefüllt, dann folgte ein Telefonat mit dem Labor und schliesslich teilte man mir mit, das ganze würde etwa 30 Minuten dauern. 30 Minuten? Ist das ein Witz? Was soll ich in der Zeit ohne Brille? Die Dame wollte mir weis machen, dass da evtl. auch noch was am Glas geschliffen werden müsse und gleiche Fassung eben doch nicht gleiche Fassung sei. Überrascht und auch besorgt, was die wohl mit meiner Brille machen würden (hatte schon letztens ein Erlebnis mit Fielmann, bei dem mir Gläser unschön in eine neue Fassung eingesetzt wurden), nahm ich meine Brillen danken zurück und verliess das Geschäft.

Unweit von Fielmann ist in Luzern auch ein Visilab. Also dachte ich mir, ich versuche es dort mal. Eine echt gute Idee, wie sich herausstellen sollte.

Bei Visilab wurde ich sehr freundlich von einem Optiker begrüsst, der auf meine Anfrage gleich mit den Worten „gar kein Problem, das mach ich ihnen in einer Minute“ antwortete. Dann ging es ruckzuck und die Gläser waren getauscht und sogar die lose Schraube der einten Brille wurde angezogen. Alles kostenlos. Da kann ich nur sagen, vielen herzlichen Dank Visilab, es gibt sie also doch noch, die erfreulichen und schönen Erlebnisse beim Einkaufen und die dienstleistungsorientierten sowie kundenfreundlichen Mitarbeitenden in den Geschäften.