Liebe ist kein Schicksal, Liebe ist eine Entscheidung

Nach Alfred Adler, der Begründer der Individualpsychologie, ist Liebe eine Lebensaufgabe, der man sich aktiv und bewusst stellen muss und das eigene Glück oder Unglück selbstgewählt. Auch wenn uns schreckliche Dinge widerfahren, so entscheiden wir selbst darüber, welchen Einfluss auch schlimme Ereignisse auf uns, unser Leben und unsere Beziehungen haben.

Wer glaubt, Liebe sei Schicksal, steht seinem eigenen Liebesglück im Wege. Es ist einfacher, an Vorherbestimmung zu glauben, denn wenn es schiefgeht, kann man einfach das Schicksal dafür verantwortlich machen. Liebe geschieht nicht einfach, Liebe braucht Aufmerksamkeit und auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen: Wir wählen unsere Partnerin oder unseren Partner selbst aus, wir selbst entscheiden uns für oder gegen eine Partnerin oder einen Partner, daher ist es wichtig, dass wir uns mit den verborgenen und unbewussten Mechanismen auseinandersetzen, die uns in unserer Partnerinnen-/Partnerwahl beeinflussen. Die Liebe ist ein Entscheid, den wir bewusst fällen sollten und für den wir die Verantwortung nicht wegdelegieren können.

«Monogamie ist die höchste Form der Liebe» und wenn die Liebe zu leicht gemacht wird, degeneriert sie zu billigem Vergnügen (Adler, 1929).

Ob eine Beziehung funktioniert, hängt massgeblich davon ab, wie gut wir uns selbst kennen und wie sehr wir uns unserer Bedürfnisse und Muster im Klaren sind. Zudem setzt eine funktionierende Beziehung Engagement und das Bewusstsein für die damit verbundene Arbeit sowie für die Verantwortung, die wir mittragen (müssen), voraus. Liebe verpflichtet, vor allem wenn Kinder im Spiel sind. Liebe ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden kann und nicht umsonst als Lebensaufgabe gilt, da sie alles andere als einfach ist. Damit eine Liebesbeziehung funktioniert, muss ich sowohl an mich selbst wie auch an mein Gegenüber glauben sowie an die gemeinsame Zukunft und an die gemeinsame Fähigkeit, die Beziehung und ihre Herausforderungen meistern zu können. Und wie alle Entscheidungen kann auch eine Liebesentscheidung revidiert werden, aber auch dann müssen wir die volle Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen. Ob wir das tun oder nicht, liegt wiederum bei uns, den die Liebe zu anderen und zu uns selbst ist eine Entscheidung.

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