Wollt ihr mich eigentlich für dumm verkaufen?!?

FlädliDa haben wir es mal wieder: es ist nicht immer alles so wie es scheint und wir werden immer wieder bewusst hinters Licht geführt, können uns nicht auf das Grossgedruckte verlassen und müssen eben doch ganz genau hinschauen. Nerv! Mein heutiges Beispiel: Quick Soup Flädli von Knorr. Da werben die auf der Packungsvorderseite mit „guter Geschmack ist unsere Natur – natürlich ohne Konservierungsstoffe“, was mich davon ausgehen lässt, dass die Suppe ohne „E“ auskommt, also auch ohne Geschmacksverstärker, da ja natürlich. Weit gefehlt! Auf der Liste der Inhaltsstoffe sind gleich 3 Geschmacksverstärker zu finden. Und um das Ganz noch zu toppen: Auf der Homepage von Knorr steht sogar „OHNE geschmacksverstärkende Zusatzstoffe“. So nicht, also echt!
http://www.knorr.ch/de/CH/Produktwelt/Produktdetails/Flaedli/1eb88fb0-3216-4032-8437-aa50dc363166

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Die wahre Problematik bleibt verkannt…

FreudeHabe mir vorhin auf dem Crosstrainer ein Hörbuch zum Thema Talentmanagement und Fachkräftemangel angehört. Ja, ich stimme zu, dass es effektiv einen immer schärferen Kampf um Fachkräfte gibt und ich bin gleichzeitig auch überzeugt, dass ein sehr wichtiger Aspekt verkannt wird.
Lange war es mir gar nicht aufgefallen, da ich es gewohnt bin, im HRM-Umfeld quasi als Troubleshooter unterwegs zu sein und vor allem dann gerufen zu werden, wenn es eben nicht mehr gut läuft.
Skeptisch wurde ich immer mehr im Rahmen von Rekrutierungen. Mir fiel irgendwann auf, dass mir oft auch bei den besten Fachkräfte „das gewisse Etwas“ fehlte und ich aber oft nicht genau wusste, wohin ich dieses Bachgefühl einordnen sollte. Inzwischen weiss ich, was fehlte: die Freude am eigenen Beruf.
Ich wage zu behaupten, dass es nicht sehr viele Menschen gibt, die das was sie täglich mindestens acht Stunden lang tun, auch wirklich mögen. Ich bin des weiteren überzeugt, dass viele einen Beruf erlernt haben, weil sie dachten, es werde von ihnen erwartet oder weil sie es einfach nicht besser wussten, weil sie zum Zeitpunkt der Berufswahl gar nicht wussten, was sie „werden“ wollten.
Aus meiner Sicht wird dieser Aspekt sowohl von unserem Bildungssystem (und ja, die gängigen wissenschaftlich anerkannten Testverfahren sowie beispielsweise die scheinbar sehr fundiert ausgebildeten Berufsberater/innen mit einem Abschluss in Psychologie sind gerade den ratlosen jungen Schulabgänger nur sehr selten und meist nicht wirklich eine Hilfe), wie auch von Unternehmen aber vor allem von uns selber unterschätzt. Anstatt uns beispielsweise in erster Linie damit zu beschäftigen, was uns fehlt und welche zusätzliche Aus- und Weiterbildung wir in Angriff nehmen könnten, sollten wir uns mehr Gedanken darüber machen, was wir haben sowie bereits mitbringen und was wir wirklich mit Freude und gerne tun.

Da pfeif ich drauf!

Referee Signaling ScoreIch ertrage pfeifende Menschen nicht, denn ich kann Sinn und Zweck in unserem Zeitalter dahinter nicht verstehen und empfinde es als störend. Ihnen ist bestimmt auch schon so ein pfeifendes Exemplar begegnet, das ununterbrochen vor sich herpfeift. Pfeifen gilt ja als nonverbale Kommunikation und diente früher dazu, als es noch keine anderen Mittel gab, sich über weitere Distanzen hinweg verständigen zu können und galt auch als Warnsignal. Also bitte, wieso pfeift denn beispielsweise dieser Filialleiter im Migros bei mir um die Ecke ständig? Was will er damit kommunizieren und wo lauert denn die Gefahr, evtl. im Käseregal? Auffällig und interessant finde ich, dass es sich dabei meinst um aufdringlich erscheinende Persönlichkeiten handelt, die überdurchschnittlich gut gelaunt wirken und ganz erfreut reagieren, wenn man ihnen Beachtung schenkt. Evtl. sollte ich in Zukunft solchen Exemplaren mitteilen, dass in einigen Kulturkreisen mit Pfeiftönen Dämonen angelockt oder verjagt werden. Ich hätte in dem Fall nämlich noch andere Methoden, um ihnen üble Geister auszutreiben 😉

Statistik am Beispiel der A-Post

Will man der Statistik glauben, so werden scheinbar um die 98% aller mit A-Post aufgegebenen Briefe tatsächlich am nächsten Tag ausgeliefert. Ich wage dies zu bezweifeln, denn von meinen letzten 3 Sendungen kam nur eine am nächsten Tag an. So habe ich mir gestern doch tatsächlich die Mühe genommen und mal bei der Post angerufen. Nach einigen Minuten Wartezeit wurde ich mit einer netten Dame verbunden, die mir aber nur sagen konnte, dass sie bezüglich der A-Post keine Beschwerde entgegennehmen kann, da ja keine Sendeverfolgung bei A-Post Briefen besteht und somit auch nicht nachvollzogen werden kann, ob mein Brief tatsächlich nicht fristgerecht eingetroffen ist. Ach, so ist das? Ist ja interessant und wie werden dann die Statistiken für A-Post Sendungen erhoben? Eine Bestätigung mehr für mich, dass Statistiken meist echt nicht zu gebrauchen sind. Statistik ist aus meiner Sicht das wo Wissenschaft aufhört und Kunst beginnt, denn es ist doch letztlich alles nur eine Frage der Interpretation und reine Manipulation. Ich staune und ärgere mich immer wieder, hinter wie viel Statistik wir uns verstecken und damit in trügerischer Sicherheit glauben und wie oft scheinbare Fakten und Zahlen missbraucht werden, um Menschen an der Nase herumzuführen.

Augen zu und durch!

Es ist mehrfach belegt und bewiesen worden, dass Checklisten und auch der beste Masterplan grundsätzlich nur wenig nutzen und in der Regel nur für noch mehr Stress und Unzufriedenheit sorgen, da sie uns meist vor Augen führen, was wir alles noch nicht geschafft und erledigt haben. Oder kannst du etwa behaupten, dass irgendwas in deinem Leben genau so gelaufen ist, wie du es geplant hattest? Darum: ein grober Plan ist ok, denn das Hilft den Überblick nicht ganz aus dem Visier zu verlieren. Verlasse dich jedoch nie auf deinen Zeitplan, deine Check- und To-Do-Listen und auch nicht auf deinen Masterplan! Viel nützlicher ist es, stets flexibel zu bleiben und sich den Gegebenheiten anzupassen. Gerade wenn du den Eindruck hast, in Arbeit und Aufgaben unter zu gehen, vergeude deine Zeit nicht mit Planen sondern leg los! Bleib nicht stehen und überlege nicht zu lange, sondern handle und nimm eine Sache nach der anderen in Angriff, ganz nach dem Motto: „Augen zu und durch“.

„Der Idiot hat mir einfach die Vorfahrt genommen!“

Es ist Dir bestimmt auch schon passiert, dass Du Dich zum Beispiel im Verkehr, im Supermarkt oder im Restaurant grausam über einen Mitmenschen genervt hast und still oder laut über die Person und ihren Charakter hergezogen bist. Hast Du dir aber auch schon Gedanken gemacht, ob die Person in dem Moment aufgrund ihrer Art/ihres Charakters so agiert/reagiert oder aufgrund der Situation und der aktuellen Lebensumstände? Es könnte ja sein, dass die Frau, die seit über zehn Minuten in der Umkleide sitzt und dich nervt, gerade eben eine schlechte Nachricht erhalten hat und von Gefühlen überwältigt in die Umkleide geflüchtet ist, um sich wieder zu fassen. Die Person mit der Vorfahrt war vielleicht in Gedanken versunken und ist sonst eine sehr rücksichtsvolle Person und der Vater an der Kasse hatte vielleicht gerade in dem Moment ausnahmsweise gegenüber seinem Sohn die Nerven verloren und sich einmal im Ton vergriffen. Könnte doch sein? Es ist nämlich wissenschaftlich erwiesen, dass wir in Bezug auf unsere Mitmenschen ein (meist) voreiliges Urteil fällen, eine Momentaufnahme zu sehr gewichten und einer Person so zu Unrecht eine negative Eigenschaft zuschreiben.