Was haben Sie für Lohnvorstellungen?

Geld

Diese Frage wird in einem Rekrutierungsprozess noch sehr oft erst ganz am Schluss eines Bewerbungsgesprächs geklärt, obwohl der Lohn nicht selten ein äusserst zentrales Kriterium ist.

Wieso ist das so? Ich denke, das hat mit unserer Kultur und mit dem Anspruch zu tun, dass der Lohn nicht im Mittelpunkt stehen darf. Deshalb sind Kandidaten und Kandidatinnen, die sich vor allem für monetäre Komponenten und Benefits interessieren, in Bewerbungsgesprächen eher verpönt. Bis zu einem gewissen Grad teile ich diese Meinung und dennoch würde ich empfehlen, den Lohn nicht zu vernachlässigen und diesen in einem Rekrutierungsprozess keines Falls erst am Ende zu thematisieren, sondern ganz zu Beginn.

Alles hat seinen Preis und auch wenn viele mich für diese Haltung hassen, hat eben auch unsere Arbeit und somit unsere Zeit sowie unser Wissen und Können einen Preis. Ich schaue mir beim Shoppen auch nicht Dinge an, von denen ich schon im Vorherein weiss, dass ich sie mir nicht leisten kann. Viele mögen diesen Vergleich nicht, ich nenne es nur heuchlerisch, wenn man behauptet, der Lohn sei nicht wichtig. Ich habe inzwischen viele Rekrutierungsprozesse begleitet und das in verschiedenen Brachen und für verschiedenen Firmen. Auch bei gemeinnützigen Organisationen, von denen man erwarten würde, dass die Leute aus purer Selbstlosigkeit und/oder Interesse an der Arbeit einer Tätigkeit nachgehen, ist der Lohn zumindest mitentscheidend.

Daher meine Empfehlung: Lohnvorstellungen am besten gleich per Telefon klären bei der Vereinbarung eines Bewerbungsgesprächs. Es geht nicht darum, schon einen fixen Lohn zu definieren, sondern eine mögliche Bandbreite in Erfahrung zu bringen, um abwägen zu können, ob die Chancen für eine Einigung überhaupt bestehen. Zudem bin ich der Meinung, dass Firmen aufhören sollten, zu empfindlich zu reagieren, wenn sie von Kandidaten um Angaben zum Lohn gebeten werden, bevor sich diese bewerben. Es ist nichts als legitim, denn immerhin offenbart ein komplettes Bewerbungsdossiers das ganze Berufsleben eines Menschen sowie viele persönliche und vertrauliche Informationen. Als Kandidat/in habe ich ein Anrecht zu wissen, ob das was ich zu bieten habe, auch dem entspricht, was die Firma bereit ist zu zahlen. Klärung der Lohnvorstellungen spart auf beiden Seiten viel Zeit und Ärger.

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Von Managern, Ingenieuren und heisser Luft…

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Ein Mann in einem Heissluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und sichtet einen Mann am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:

„Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiss nicht, wo ich bin.“

Der Mann am Boden antwortet: „Sie sind in einem Heissluftballon in ungefähr 10m Höhe über dem Boden. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge.“

„Sie müssen Ingenieur sein“, sagt der Ballonfahrer. „Bin ich“, antwortet dieser, „woher wussten Sie das?“

„Nun,“ sagt der Ballonfahrer, „alles was Sie mir sagten, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und ich weiss immer noch nicht, wo ich bin. Offen gesagt waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“

Der Ingenieur antwortet: „Sie müssen im Management tätig sein.“

„Ja,“ antwortet der Ballonfahrer, „aber woher wussten Sie das?“

„Nun,“ sagt der Ingenieur, „Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heisser Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin irgendwie ich schuld!“

Verfasser unbekannt